... unsere bilanz,  ... ein rückblick und ausblick

Die Waldpflegegemeinschaft Gaisberg kann in der Umsetzung ihres Schutzwaldsanierungsprojekt Gaisberg (1990-2013) nachstehende Leistungsbilanz vorweisen.

Aufzählung

ca. 665 ha Schutzwaldpflegeflächen

Aufzählung

ca. 47.400 efm Holzernteanfall (zuzüglich ca. 9.600 efm Windwurf aus Orkan Kyrill, Sturm Emma, Sturm Paula)

Aufzählung

851 Bestandeseingriffe (fördertechnisch getrennt abgerechnete Pflegeeinheiten) 

Aufzählung

16  Fachexkursionen (24 Exkursionstage): Stift Schlägl, Stadtwald Zürich, Gemeindewald Sigriswil/Justistal, Wald-Wildprojekt Möggers, Stiftswald Zellhof, Mattsee; Südtiroler Landesforstverwaltung, Waldlehrpfad Nußdorf, Mariapfarr, Papierfabrik Steyrermühl, Austrofoma Admont, Oggau, Austrofoma Aigen/Schlägl, Forstbetrieb Malteser Ritterorden, Ligist, Austrofoma Heiligenkreuz, Urwald Rothwald, Austrofoma Rein, Laubwertholzbewirtschaftung ua)

Aufzählung

51  Vorstandssitzungen  

Aufzählung

31  Informations- und Fortbildungsveranstaltungen (Themenbereiche der gaisbergbezogenen Vorträge: Geologie, Boden, Waldbau, spezielle Schutzwaldbauprobleme, Forstschutz, Arbeitstechnik, Bringungstechniken, Holzmarktsituation, Holzverkauf, Wald-Wildproblematik, Trinkwasser, Erholungsraumnutzung; Naturwaldreservat, Salzburger Naturschutzrecht, PEFC – Zertifizierung, aktuelle Holzvermarktungschancen, Luftgüteuntersuchungen am Gaisberg, Sendeanlagen am Gaisberg, Borkenkäfervorsorge, Richtig und marktgerecht ausformen, aktuelle Forstschutzsituation, forstliches Förderungswesen)

Aufzählung

Abhaltung eines regelmäßigen Forststammtisches

Die im Jahr 1990 entwickelte Konzeption dieses Schutzwaldsanierungsprojektes hat forstpolitische Entwicklungen vorweggenommen. Die  Vorgabe von festen, flächen- und eingriffsbezogenen Förderungsprämien haben für alle Waldeigentümer gleiche "Start"bedingungen geschaffen; der bisherigen Waldgesinnung engagierter Grundeigntümer wurde somit voll Rechnung getragen. Die Planungsentscheidung forstliche Aufschließungen (Forststraßenbau) nicht gesondert zu fördern, sondern durch die Berechnung der Förderungsmittel auf Basis des forstlichen Aufschließungsstandes zum Projektstart dem freien Ermessen der Waldeigentümer zu überlassen, hat einen konsequenten technischen Einsatz von Seilbringungsanlagen gefolgert. Das zum Projektstart bereits vorhandene Forststraßen- und Güterwegenetz wurde nur in einem völlig unaufgeschlossenen Teilbereich um eine neue Forststraße errichtet; vereinzelt kam es zur Reaktivierung bzw. geringfügigen räumlichen Ergänzung historischer Kehrwege und alter Rückewege. Diese Förderungskonstruktion hat von Projektbeginn an sichergestellt, da diese öffentlichen Gelder ausschließlich in sofort wirksam waldbauliche Maßnahmen und nicht in eine Verbesserung der infrastrukturellen Ausstattung fließen.
Mit der Beistellung eines eigenen forstlichen Betreuungsorganes (Gaisbergförster) durch den Projektinitiator Stadtgemeinde Salzburg war eine korrekte Abwicklung der Projektumsetzung garantiert, Das hohe persönliche Engagement unseres Gaisbergförsters Ing. Manfred Mandler hat sich maßgeblich auf die Bereitschaft vieler Waldeigentümer zur inhaltlichen Akzeptanz und zur waldbaulichen Umsetzung übertragen. Die anfängliche Skepsis neue Wege zu gehen konnte so vielerorts aufgelöst werden; die Mehrzahl der Waldbesitzer haben erkannt, dass gerade diese persönliche Fachberatung und Organisationsübernahme gleichwertig wie die Gewährung der forstlichen Förderungsmittel ist.

Diese organisatorische Auslagerung der Förderungsabwicklung an den „Verein Waldpflegegemeinschaft Gaisberg“ hat sich auch aus Sicht der Behörde bewährt; gegenüber den Förderungsgebern (Stadtgemeinde, Bund, Land) ist somit nur ein Ansprechpartner und nicht jeder einzelne Waldbesitzer aufgetreten. Zudem konnte damit durch den Förderungsgeber ein unbürokratisches und wirksames Controlling (fachlich, finanziell) wahrgenommen werden.

... förderungsumstellung 2014

Mit dem neuen EU-Förderungsprogramm Ländliche Entwicklung 2014-2020 wurden jedoch neue Rahmenbedingungen geschaffen, die eine Umstellung des Schutzwaldsanierungsprojektes erforderlich machte. Nach 23 Jahren waldbaulicher und betriebswirtschaftlicher Intensivbetreuung mit maßgeblicher Unterstützung der Stadtgemeinde Salzburg erfolgt nun die forstfachliche Beratung und Förderung gemäß den forstgesetzlichen Vorgaben durch den Bezirksförster der Forstbehörde (Bezirksverwaltungsbehörde). 


Zusammenstellung der seit Projektbeginn durchgeführten Waldpflegemaßnahmen
1990-2013


Waldpflegearbeiten 1.07.2012 - 30.06.2013

 

 

(Quelle: Jahresbericht 2012/2013)