Die Waldpflegegemeinschaft Gaisberg kann in der bisherigen Umsetzung ihres Schutzwaldsanierungsprojekt Gaisberg auf nachstehende Leistungsbilanz verweisen.
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ca. 597 ha Waldpflegeflächen |
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ca. 41.600 efm Holzernteanfall (zuzüglich ca. 9.600 efm Windwurf aus Orkan Kyrill und Sturm Emma) |
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748 Bestandeseingriffe (fördertechnisch getrennt abgerechnete Pflegeeinheiten) |
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14 Fachexkursionen (22 Exkursionstage): Stift Schlägl, Stadtwald Zürich, Gemeindewald Sigriswil/Justistal, Wald-Wildprojekt Möggers, Stiftswald Zellhof, Mattsee; Südtiroler Landesforstverwaltung, Waldlehrpfad Nußdorf, Mariapfarr, Papierfabrik Steyrermühl, Austrofoma Admont, Oggau, Austrofoma Aigen/Schlägl, Forstbetrieb Malteser Ritterorden, Ligist, Austrofoma Heiligenkreuz, Urwald Rothwald) |
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51 Vorstandssitzungen |
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21 Informations- und Fortbildungsveranstaltungen (Themenbereiche der gaisbergbezogenen Vorträge: Geologie, Boden, Waldbau, spezielle Schutzwaldbauprobleme, Forstschutz, Arbeitstechnik, Bringungstechniken, Holzmarktsituation, Holzverkauf, Wald-Wildproblematik, Trinkwasser, Erholungsraumnutzung; Naturwaldreservat, Salzburger Naturschutzrecht, PEFC – Zertifizierung, aktuelle Holzvermarktungschancen, Luftgüteuntersuchungen am Gaisberg, Sendeanlagen am Gaisberg, Borkenkäfervorsorge, Richtig und marktgerecht ausformen, aktuelle Forstschutzsituation, forstliches Förderungswesen) |
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Abhaltung eines regelmäßigen Forststammtisches |
Die Konzeption dieses Schutzwaldsanierungsprojektes hat sich bewährt. Die Vorgabe von festen, flächen- und eingriffsbezogenen Förderungsprämien haben für alle Waldeigentümer gleiche "Start"bedingungen geschaffen; der bisherigen Waldgesinnung wurde somit voll Rechnung getragen. Die Planungsentscheidung forstliche Aufschließungen (Forststraßenbau) nicht gesondert zu fördern, sondern durch die Berechnung der Förderungsmittel auf Basis des forstlichen Aufschließungsstandes zum Projektstart dem freien Ermessen der Waldeigentümer zu überlassen hat einen konsequenten technischen Einsatz von Seilbringungsanlagen gefolgert. Über das zu Projektbeginn bereits vorhandene Forststraßen- und Güterwegenetz wurde nur in einem völlig unaufgeschlossenen Teilbereich eine neue Forststraße errichtet; vereinzelt kam es zur Reaktivierung bzw. geringfügigen räumlichen Ergänzung der alten Rückewegenetzes. Durch diese Förderungskonstruktion war von Projektbeginn an sichergestellt, da diese öffentlichen Gelder ausschließlich in sofort wirksam waldbauliche Maßnahmen und nicht in eine Verbesserung der infrastrukturellen Ausstattung fließen. Die Beistellung eines eigenen forstlichen Betreuungsorganes (Gaisbergförster) durch den Projektinitiator Stadtgemeinde Salzburg hat nicht nur eine korrekte Abwicklung der Projektumsetzung garantiert, sondern insbesondere durch das hohe persönliche Engagement sich maßgeblich auf die Bereitschaft der Waldeigentümer zur inhaltlichen Akzeptanz und zur waldbaulichen Umsetzung positiv ausgewirkt. Die Mehrzahl der Waldbesitzer scheinen erkannt zu haben, dass gerade diese persönliche Fachberatung und Organisationsübernahme gleichwertig wie die Gewährung der forstlichen Förderungsmittel ist.
Die organisatorische Auslagerung der Förderungsabwicklung an den „Verein Waldpflegegemeinschaft Gaisberg“ hat sich sehr bewährt; gegenüber den Förderungsgebern (Stadtgemeinde, Bund, Land) ist somit nur ein Ansprechpartner und nicht jeder einzelne Waldbesitzer aufgetreten. Zudem kann damit auch durch die Forstbehörde ein unbürokratisches und wirksames Controlling (fachlich, finanziell) wahrgenommen werden. Diese Organisationsform hat aber auch zum raschen Abbau der zu Projektbeginn bestehenden Skepsis der Waldeigentümer gegenüber den Behörden bzw. der Stadtverwaltung beigetragen.
(Quelle: Jahresbericht 2010/2011)