... die idee

Der Gaisberg hat  immer schon eine große Bedeutung für die Stadt Salzburg gehabt. Bis ins späte 19. Jahrhundert hinein erfolgte die städtische Trinkwasserversorgung ausschließlich aus den Gaisbergquellen, heute noch werden die Stadteile Gnigl, Parsch und  Aigen versorgt. Umfangreiche Großkahlschläge veranlassten im Jahr 1870 die damalige k.u.k. Bezirkshauptmannschaft zu einer Bannwaldlegung zum Schutze dieser Trinkwasserqualität. Mit dem Wachstum der Stadt Salzburg und dem Heranrücken der Siedlungsränder an den Hangfuß des Gaisberges wurde jedoch auch die Bedeutung der Waldflächen als Schutz vor Elementarereignissen deutlich. Felsstürze, Bodenabrutschungen und Hochwasserereignisse zeigten dies "eindrucksvoll" auf; die Überschwemmungen in den Jahren 1987 (Gnigl, Parsch) und 1991 (Aigen) waren eine deutlich Mahnung an alle Verantwortlichen. Mit den in den 80iger Jahren heftigen Diskussionen zur "Waldsterbensproblematik" wurde jedoch auch deutlich, dass nur eine standortsbezogene Schutzwaldbewirtschaftung eine weitere Erhaltung dieser unersetzbaren Waldwirkungen sicherstellen kann. Hierzu standen grundsätzlich zwei Wege offen; die behördlich angeordnete Bannwaldbewirtschaftung oder eine auf Eigeninitiative der örtlichen Waldeigentümer basierende naturnahe Waldbetreuung.

So kam es - mit fachlicher Unterstützung der Forstbehörde der Stadt Salzburg - im April 1990  zu einem Zusammenschluss aller Waldeigentümer im  "Verein Waldpflegegemeinschaft Gaisberg". Dieser Verein beantragte forstliche Förderungsmittel zur praktischen Umsetzung eines Schutzwaldsanierungsprojektes. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, die Landesforstdirektion und die Stadtgemeinde Salzburg erklärten sich zur Finanzierung eines 20jährigen Projektes bereit, die Stadtgemeinde Salzburg sicherte zudem die personelle Beistellung eines eigenen "Gaisbergförsters" zu. Im August 1990 überreichte der damalige Bundesminister Dipl.-Ing. Dr. Franz Fischler dem Gründungsobmann Johann Radauer persönlich den Förderungsvertrag; im September 1990 erfolgten die ersten Waldpflegemaßnahmen.

 

... und die weitere umsetzung

Mit der neuen Förderungsperiode des EU Programms Ländliche Entwicklung 2014-2020 hat diese eigenständige Projektbetreuung nach 23 Jahren eine inhaltliche und organisatorische Neustrukturierung erfahren.  Gemäß den forstgesetzlich normierten Aufgaben der Forstbehörden wird diese fachliche Betreuung und Beratung künftig durch den Bezirksförster der Stadt Salzburg wahrgenommen.