... im blickfeld der medien

Presseaussendung Stadt Salzburg vom 2.07.2013

Forsttagung 2013 des Bayrischen Forstvereines

Anlässlich der diesjährigen Forsttagung des Bayrischen Forstvereines in Bad Reichenhall wurde die Landesforstdirektion Salzburg um Ausrichtung einer Exkursion zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Schutzwäldern eingeladen. Unter dem Motto Stadt:Schutzwald:Land hat die Forstbehörde der Stadt Salzburg gemeinsam mit der Österreichischen Bundesforste AG an auswählten Beispielen die Zielsetzung des Schutzwaldprojektes Gaisberg in seinem Umfeld als intensiv genutzter Naherholungsraum der Stadt Salzburg erläutert.

26 Teilnehmer trotzten dem teilweise starken Regen und zeigten sich von den Herausforderungen und Lösungsansätzen des Gaisbergschutzwaldsanierungsprojektes beeindruckt. Besonderes Lob kam vom Vorstandvorsitzenden der Bayrischen Staatsforsten DI Dr. Freidhager, der den integralen Ansatz dieser Stadtwald“bewirtschaftung“ und die konsequente Projektumsetzung hervorhob.

Die Salzburger Stadtwälder sind wiederholt das Ziel in- und ausländischer Fachexkursionen. Diese Fachdiskussionen sind gewissermaßen „Controlling“ und „update“ in der städtischen Waldbetreuung.

 

 


Parscher Journal Nr. 3, 2012

Unsere Waldpflegegemeinschaft

Claudia Willi widmet sich im Parscher, dem Stadteiljournal "Unserer Waldpflegegemeinschaft" und führte ein ausführliches Gespräch mit unserem Obmann Ing. Landolf Revertera.

 

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Salzburger Nachrichten 12.10.2010

Österreichische Forstzeitung Juni 2012 und Natur land Salzburg 3/2012

Laubwertholz - Infotag

Auf Einladung der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg fand am 23. April ein Informationstag im Heffterhof Salzburg zum Thema Laubholzbewirtschaftung statt. Die Laubholzexperten brachten die wichtigsten Grundlagen zur fachgerechten Laubholzbewirtschaftung mit dem Ziel der Laubwertholzproduktion nahe. Das Wissen um die waldbauliche Behandlung von Laubholz ...

 

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Salzburger Nachrichten 12.10.2010

Der Gaisbergwald wird jünger

Bilanz. Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Diskussion ums Waldsterben hat sich der Salzburger Hausberg erholt. Es gibt aber auch Probleme.

Trotz Sturmkatastrophen, Borkenkäferplage und Wildverbiss: Die vor 20 Jahren gegründete Waldpflegegemeinschaft Gaisberg zieht eine positive Bilanz. Das wurde am Montag bei einer Begehung und der Jahreshauptversammlung deutlich.

Die Gemeinschaft der 80 Grundeigentümer um Obmann Landolf Revertera sieht die Schutzwaldsanierung auf einem guten Weg. 574 Hektar Waldpflegeflächen, 39.400 Erntefestmeter Holzanfall und 722 Pflegeeingriffe lauten die Eckdaten. „Das Kronendach war total geschlossen, die Naturverjüngung ist ausgeblieben“, erinnert der Geschäftsführer, Gaisbergförster Manfred Mandler, an die Zustände Ende der Achtzigerjahre. Die Durchforstung habe den Bäumen und dem Waldboden mehr Luft und Licht verschafft. „Auf mehr als 80 Prozent der Fläche wurden schon Pflegemaßnahmen gesetzt. Dort ist die Verjüngung fast flächendeckend.“ Dadurch sei der etwa gleich groß gebliebene Wildbestand verträglicher geworden, „früher war jeder Verbiss ein Schaden“. Dennoch fordert der Förster von den Jägern mehr Abschüsse: „Wo es Freiflächen gibt, muss der Wildbestand vorübergehend reduziert werden, weil wir in den Steillagen nichts einzäunen können. Der Schneedruck macht jeden Winter die Zäune kaputt.“ Vor allem Verbissschäden durch die vom Nockstein kommenden Gämsen machen Mandler Sorgen.

 

Der Wald war vor 20 Jahren überaltert.  
Er hat sich stark verjüngt

 

Manfred Mandler, Förster

Die Stürme führten zu einem „kaum beherrschbaren Borkenkäferbefall“ und einer extremen Massenvermehrung („ein europaweites Problem“). Deshalb habe es zum Kahlschlag auf Bundesforste-Grund leider keine Alternative gegeben. Heuer sei man allerdings gut ausgestiegen, „ich hoffe, wir haben den Borkenkäfer im Griff“.

Die Summe der von Stadt, Bund und Land finanzierten Förderungen beziffert der Geschäftsführer mit rund 600.000 Euro. Der Anteil an Eigenleistungen der Waldbesitzer sei im Jahr 2007 von zehn auf 40 Prozent angehoben worden.

 


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Förderungsreferenten am GaisbergExkursion_29.09.2010

20 Jahre Waldpflegegemeinschaft Gaisberg!

Anlass genug für die forstlichen Förderreferenten der Landesregierungen, der Landwirtschaftskammern und des Lebensministeriums im Rahmen ihrer diesjährigen Fachtagung dem Schutzwald Gaisberg einen Besuch abzustatten, um sich von der Konzeption und Umsetzung des Waldsanierungsprojektes vor Ort zu informieren.

Bei der trotz Regen und Nebel durchgeführten Waldbegehung zeigten sich die 22 Teilnehmer beeindruckt vom der im Jahr 1990 erfolgten Gründung der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg und dem damals noch völlig unkonventionellen Ansatz für eine ergebnisorientierte, partnerschaftliche Projektentwicklung durch die Forstbehörde und 80 Waldeigentümer. Insbesondere wurde der Salzburger Kommunalpolitik für ihren damaligen Weitblick Respekt gezollt, mit der Bestellung des Gaisbergförsters die bestmöglichsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektabwicklung zu schaffen. Der damals noch unbekannte Begriff der Urbanen Forstwirtschaft (Urban Forestry) wurde so frühzeitig richtungweisend mit Leben erfüllt, um den vielfältigen städtischen Waldfunktionen (Schutzwald, Klima, Trinkwasser, Naturschutz) und den Erholungsbedürfen einer Stadtbevölkerung bestmöglich gerecht zu werden. Landesforstdirektor Wilfried Luckel gratulierte zum Projekterfolg.

 

 


Österreichische Forstzeitung Juli 2010

Schutzwald: 20 Jahre Waldpflegegemeinschaft Gaisberg

... ein Beitrag von Obmann Ing. Landolf Revertera, Ing. Manfred Mandler und DI Dr. Gerald Schlager

Das Schutzwaldsanierungsprojekt im Osten der Stadt Salzburg ist mit der Gründung eines Eigentümervereins und einer eigenen Beförsterung seit 1990 ein Vorbild der Bergwaldbewirtschaftung unter schwierigen natürlichen und gesellschaftlichen Umständen.

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www.stadt-salzburg.at

68 Studenten der Universität für Bodenkultur zu Besuch

Am 9.06.2010 besuchten 68 StudentIinnen der Universität für Bodenkultur, Wien den Salzburger Gaisberg um sich von Landesforstdirektor DI Wilfried Luckel, DI Dr. Gerald Schlager und Ing. Manfred Mandler das Modell der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg und die Umsetzung des im Jahr 1990 von der Forstbehörde initiierten Schutzwaldsanierungsprojektes Gaisberg erläutern zu lassen.

Die Vertreter des Institutes für Waldbau und die ExkursionsteilnehmerInnen zeigten sich von der vielfältigen Aufgabenstellung und den partnerschaftlichen Lösungsansätzen beeindruckt.

 

 


Österreichische Forstzeitung Februar 2010


Salzburger Nachrichten, 19.12.2009

Landolf Revertera ausgezeichnet

Für seine Verdienste um die Waldpflege am Gaisberg und als Präsent zu seinem 60. Geburtstag hat Ing. Landolf Revertera von Bgm. Heinz Schaden das Stadtsiegel in Gold erhalten. Revertera ist seit 1993 Obmann des 1991 gegründeten Vereins Waldpflegegemeinschaft Gaisberg.

 


Informationszentrum der Stadt Salzburg, 18.12.2009

Eine Lanze für den Gaisberg - Stadtsiegel in Gold für Landolf Revertera

Für seine Verdienste um die Waldpflege am Gaisberg und als Präsent zu seinem soeben begangenen 60. Geburtstag überreichte heute Freitag, 18. Dezember, Bürgermeister Heinz Schaden Ing. Landolf Revertera das Stadtsiegel in Gold. Revertera hat 1993 als Obmann die Agenden des 1991 gegründeten Vereins Waldpflegegemeinschaft Gaisberg übernommen. Dieses Modell ist heute so erfolgreich, dass es österreichweit Nachahmung gefunden hat und in der Fachpresse wiederholt als gelungenes Beispiel einer modernen Schutzwaldbewirtschaftung gelobt wird.

Durch seinen besonnenen, ausgleichenden und sehr menschlichen Führungsstil ist es Revertera gelungen, nach Schwierigkeiten in den ersten Jahren den Vorstand neu zu motivieren und die Fortführung des Schutzwald-Sanierungsprojekts Gaisberg sicherzustellen. Der Erfolg hat ihm Recht gegeben: So hat der Bundesrechnungshof im Rahmen einer österreichweiten Evaluierung von Schutzwald-Sanierungsprojekten ausdrücklich die Konzeption und Transparenz des forstlichen Fördermodells gewürdigt. Das ursprünglich bis 2010 konzipierte Projekt wurde auf Anregung des Lebensministeriums bis 2020 verlängert.

„Wie der Gaisberg ohne Waldpflegegemeinschaft aussähe, ist schwer zu sagen. Eigentlich sind nur zwei Varianten realistisch: Entweder gäbe es weiterhin keine Betreuung, oder zahlreiche Kahlschläge würden das geschlossene Bild des Gaisbergs durchlöchern – beides Szenarien, die dem Naherholungsraum und der Schutzwaldwirkung nicht entsprächen“, schreibt Manfred Mandler, Gaisbergförster und Geschäftsführer der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg.

Landolf Revertera wurde am 16.Dezember 1949 in Grieskirchen geboren. Er besuchte die HTBLA Ursprung und arbeitete von 1975 bis 1980 im Gut Hardegg in Loosdorf/Niederösterreich. Seit 1980 verwaltet er das Gut Aigen. Er ist Vorstandsmitglied der privaten Hilfsorganisation „Bauern helfen Bauern“ und seit 1975 mit der gebürtigen Finnin Outi Kirvellä verheiratet.


 


Salzburger Nachrichten, 14.07.2006

Ein neuer Rundwanderweg

Anders als der Gaisberg-Rundweg, der wegen Lawinengefahr mitunter nicht nutzbar ist, gilt die neue "Zistelrunde" als wintersicher. Geplant wurde der Weg als Forstweg. Als solcher ist er nämlich auch für die Grundbesitzer nutzbar, was wiederum die Voraussetzung dafür war, ihre Gründe in das Projekt einzubringen. Die Landesforstdirektion erstellte die Pläne, die Baukosten trägt die Stadt. Der Weg ist bereits für die Spaziergänger mit Tischen und Bänken "möbliert", die über Sponsoring finanziert wurden. "Weitere Sponsoren sind erwünscht", sagt der "Gaisberg-Koordinator" der Stadt, Winfrid Herbst. Der Bau des Wegs oblag der Elsbethener Firma Peter Steindl, die ökologische Bauaufsicht erfolgte durch die Regioplan Salzburg. Noch ist der Weg der "Zistelrunde" nicht gänzlich in die Landschaft "eingewachsen" - dafür ist ein Zeitraum von etwa einem Jahr notwendig. Die weitere Pflege des Wegs erfolgt durch die Stadt und wird durch den Verein "Rundweg Gaisberg" organisiert. Nächste Schritte sind - je nach budgetären Möglichkeiten - der Ausbau des Büffelwegs und der naturnahe Rückbau und Entbuschung des Gaisbergplateaus

 


www.stadt-salzburg.at

Schweizer Forstverein auf Besuch

Die Arbeitsgemeinschaft Wald und Wildtiere des Schweizer Forstvereins hat im Rahmen einer Studienreise am 3. Oktober 2005 das Schutzwaldsanierungsprojekt Gaisberg und den Erholungswald Kapuzinerberg besichtigt. Die Exkursionsleitung lag bei der Stadt, bei DI Dr. Gerald Schlager, Ing. Manfred Mandler (Gaisberg) und Josef Brawisch (Kapuzinerberg).

Die Schweizer Forstkollegen zeigten sich von den vielfältigen Problemstellungen, dem waldbaulichen Modellansatz und der praktischen Umsetzung beeindruckt. Insbesonders die Idee der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg als Trägerverein des Schutzwaldsanierungsprojektes Gaisberg und die Entscheidung der Stadtgemeinde Salzburg zur Beförsterung (Geschäftsführung durch den Gaisbergförster) sicherzustellen wurde als beispielgebend bewertet.

 

 


Salzburg TV, 12. 10. 2004

Waldpflegegemeinschaft Gaisberg - eine Institution die den Gaisberg so aussehen lässt wie er aussieht

Beitrag im Lokalfernsehen Salzburg TV

 


Österreichische Forstzeitung Juli 2004

Gaisberg - ein stadtnahes Schutzwaldsanierungsprojekt

Das Schutzwaldprojekt Gaisberg läuft seit 14 Jahren. Eine Besonderheit ist, dass es eine eigene Beförsterung besitzt. ... ein Beitrag von MinR DI Christoph Majer, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

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www.nachhaltigkeit.at

Projekt der Woche 31/2004 - Waldpflegegemeinschaft Gaisberg

Der Gaisberg hat seit jeher eine große Bedeutung für die Stadt Salzburg. Bis ins späte 19. Jahrhundert hinein erfolgte die städtische Trinkwasserversorgung ausschließlich aus den Gaisbergquellen, heute noch werden die Stadteile Gnigl, Parsch und Aigen versorgt. Umfangreiche Großkahlschläge veranlassten im Jahr 1870 die damalige k.u.k. Bezirkshauptmannschaft zu einer Bannwaldlegung zum Schutze dieser Trinkwasserqualität.

Mit dem Wachstum der Stadt Salzburg und dem Heranrücken der Siedlungsränder an den Hangfuß des Gaisberges wurde jedoch auch die Bedeutung der Waldflächen als Schutz vor Elementarereignissen deutlich. 1990 kam es - mit fachlicher Unterstützung der Forstbehörde der Stadt Salzburg - zu einem Zusammenschluss aller Waldeigentümer im "Verein Waldpflegegemeinschaft Gaisberg". Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, die Landesforstdirektion und die Stadtgemeinde Salzburg erklärten sich zur Finanzierung des 20jährigen Schutzwaldsanierungsprojektes bereit, die Stadtgemeinde Salzburg sicherte zudem die personelle Beistellung eines eigenen "Gaisbergförsters" zu

 


Natur Land Salzburg 3/2004

Schutzwaldsanierungsprojekt Gaisberg. Planung, Umsetzung, Erfolgsbericht.

 ... ein Vortrag von DI Dr. Gerald Schlager am 29. April 2004 bei der 3. Grazer Wald-Enquete

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Salzburger Nachrichten, 23.04.2003

Verjüngungskur am Gaisberg

Ein Verein sorgt mit großem Erfolg für die Verbesserung der Schutzfunktion des Waldes auf Salzburgs Hausberg.

Der Gaisberg hat seit eh und je eine große Bedeutung für die Stadt Salzburg: Bis ins späte 19. Jahrhundert hinein erfolgte die städtische Trinkwasserversorgung ausschließlich aus den Gaisbergquellen. Und noch heute werden die Stadteile Gnigl, Parsch und Aigen daraus versorgt.
Mit dem Wachstum der Stadt und dem Heranrücken der Siedlungsränder an den Hangfuß des Gaisberges wurde auch die Schutzfunktion der Waldflächen deutlich. Felsstürze, Hangrutschungen und Hochwasser waren und sind leider keine Seltenheit - was die Überschwemmungen des vergangenen Jahres neuerlich bewiesen haben.
Mit den in den 80er Jahren aufflammenden heftigen Diskussionen zur "Waldsterbensproblematik" wurde deutlich, dass nur eine dementsprechende Bewirtschaftung eine weitere Erhaltung dieser unersetzbaren Waldwirkungen sicherstellen kann. So kam es im April 1990 zu einem Zusammenschluss aller Waldeigentümer im "Verein Waldpflegegemeinschaft Gaisberg". Ziel des Vereins ist nicht die künstliche Aufforstung, sondern die natürliche Verjüngung des Gaisberges. Dass dieses Vorhaben Schritt für Schritt erreicht wird, ist den fast 80 Besitzern des Gaisbergwaldes zu verdanken.

Schutzprojekt läuft weitere sieben Jahre
Mehr als die Hälfte der 650 Hektar Waldpflegeflächen im Stadtgebiet haben die Verjüngungskur bereits hinter sich: Die Altbestände wurden ausgelichtet, die Durchwurzelung hat sich nach Durchforstungsmaßnahmen ebenfalls enorm verbessert. Das Schutzprojekt, das noch sieben Jahre läuft, wird mit Fördergeldern von Bund, Land und Stadt Salzburg finanziert. Gegen Naturereignisse ist der Gaisberg bis heute nicht gefeit. Zur Information der Bürger findet am 29. April ab 9 Uhr eine Exkursion zu den Hangrutschflächen des so beliebten Salzburger Hausberges statt. Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst steht dabei Rede und Antwort.

 


Salzburger Nachrichten, 31.05.2002

Seit zwölf Jahren ist die Pflegegemeinschaft Gaisberg am Werk. 
Dem Hausberg der Salzburger tut die Verjüngungskur sichtlich gut.

"Hier war 1990 kein einziges Pflanzerl", erklärt Gaisbergförster Manfred Mandler den SN während einer Begehung des Salzburger Hausbergs. Bis zu den Knien reichen Mandler die jungen Bäume, die neben der Gaisbergstraße üppig wachsen und demonstrieren, dass das Schutzwaldprojekt zur Sanierung des Gaisbergs Früchte trägt.

Nicht künstliche Aufforstung sondern natürliche Verjüngung ist das Ziel. Dass es Schritt für Schritt erreicht wird, ist den fast 80 Besitzern des Gaisbergwaldes im Stadtgebiet zu verdanken. Sie schlossen sich 1990 zur Waldpflegegemeinschaft zusammen.

Noch acht Jahre läuft das Schutzwaldprojekt. Finanziert wird es mit Fördergeldern von Bund, Land und Stadt Salzburg. Mandler, der von der Stadt bezahlt wird, hatte anfangs gegen die Skepsis der Grundbesitzer anzukämpfen. "Die ersten fünf Jahre waren hart." Heute möchte niemand mehr auf die Dienste des Gaisbergförsters verzichten.

Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Mehr als die Hälfte der 650 Hektar Waldpflegeflächen im Stadtgebiet haben die Verjüngungskur hinter sich. Die Altbestände wurden aufgelichtet, die Durchwurzelung hat sich nach Durchforstungsmaßnahmen enorm verbessert und der Wald erfüllt wieder seine Schutzfunktion.

Vielen Salzburgern klingt noch der Aufschrei vom Ex-Umweltstadtrat Johannes Voggenhuber (Bürgerliste) im Ohr: "Wald und Boden des Gaisbergs sterben", lautete im Mai 1987 der Titel eines SN-Artikels. "Saurer als Zitronensaft" sei der Boden auf weiten Teilen des Gaisbergs, warnte damals ein Biologe. Dass der Gaisbergwald seine Schwammwirkung verloren hatte, zeigten die Überschwemmungen 1987 in Gnigl und Parsch und 1991 in Aigen.

Gegen Naturereignisse ist der Gaisberg bis heute nicht gefeit, nur kann er ihnen weit besser trotzen. Die eine Million Besucher, die im Jahr den Weg auf den Gaisberg antreten, können dem Wald nichts anhaben. Auch wenn die meisten davon den Gipfel mit dem Auto erobern.

 


Salzburger Nachrichten, Stadtteile Journal, 08.04.2000

Nach der Gründung der Pflegegemeinschaft vor zehn Jahren und Engagement des Gaisbergförsters sieht man erste Ergebnisse!

Seit zehn Jahren ist die Waldpflegegemeinschaft Gaisberg am Werk. 300 der insgesamt 650 Hektar Waldflächen im Stadtgebiet des Salzburger Hausberges haben die Verjüngungskur schon hinter sich. Gaisbergförster Manfred Mandler gibt sich trotz der sichtbaren Erfolge bescheiden: "Momentan bin ich mit dem Zustand des Waldes zufrieden!".

Ein Rechnungshofbericht ist voll des Lobes über die Effizienz des Salzburger Modells: "Funktioniert sehr gut, für nachhaltige Erfolge ist gesorgt". So hätten sich die Wildschäden schon allein durch die Nutzungen im Wald und die damit verbesserte Äsungssituation stark verringert. Überraschenderweise verjünge sich nun auch wieder die in den saueren Böden schon zum Sterben verurteilte Tanne. 

Alarm im Gaisbergwald schlug 1986/87 Stadtrat Johannes Voggenhuber (Bürgerliste): "Wir sind verblüfft, dass auf dem Gaisberg überhaupt noch Bäume wachsen!" Die Schlagzeilen lauteten: "Wald und Boden des Gaisbergs sterben - Saurer als Zitronensaft", "Bald kein gesunder Baum mehr" und "Schutzfunktion verloren".

Die Wende zum Besseren erfolgte am 26. April 1990 mit der Gründung der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg. Ressortverantwortlich war inzwischen Vizebürgermeister Josef Dechant (ÖVP). Als erster Obmann stellte sich Johann Radauer zur Verfügung, seit sechs Jahren hat Landolf Revertera diese Funktion inne. Der WPG gehören zur Zeit von 73 Grundbesitzern zwar nur 60 an, die aber zusammen 98 Prozent der Waldflächen ihr eigen nennen.
Die Waldpflegearbeit wird im Rahmen eines Schutzwaldsanierungsprojektes mit finanzieller Unterstützung von Bund (33%), Land (17%) und Stadt Salzburg (40%) abgewickelt.

Die freiwilligen Mitglieder des Vereins erhalten kostenlose fachliche Beratung, Betreuung und Hilfestellung durch den Gaisbergförster, der seinen Dienst am 1. März 1991 angetreten hat. Die Waldbesitzer haben Anspruch auf Gewährung der dem Verein zugeteilten Förderungsgelder für die Waldsanierung. Als Interessentenbeitrag haben sie zehn Prozent Eigenleistung zu erbringen. Das Projekt mit Gesamtkosten von knapp 20 Mill. S ist auf 20 Jahre ausgelegt.

Dem von der Stadt bezahlten Gaisbergförster Manfred Mandler obliegt neben der Geschäftsführung der WPG eine Fülle von Aufgaben: Umsetzung des Bannwaldpflegekonzeptes, Aufbau des EDV unterstützten Waldwirtschaftskonzeptes, Förderung des Ausbaues der forstlichen Walderschließung, Konzentration des Holzverkaufs, Organisation von Informationsveranstaltungen, gezielter Einsatz und Abrechnung von Förderungsmittel.

Derzeit wird auf dem Kühberg und in Marbach an der Gemeindegrenze zu Elsbethen praktiziert, wie das Aufarbeiten von Windwürfen mit sinnvoller Auflichtung des Altbestandes Hand in Hand gehen kann. Am 2. Juni ist der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h in die Gaisberg-Wälder gefahren, am 26. Dezember folgten "Nachwehen". Materialseilbahnen mit 700 m Länge stehen im Einsatz, um die entwurzelten und gefällten Bäume talwärts zu befördern. Das Verfahren ist kostenaufwendig. "Zum Verdienen gibt es nichts", weiß der Gaisbergförster.

 


Salzburger Nachrichten, 18.07.1997

Wildnis am Stadtrand

Naturwaldreservat auf dem Gaisberg - Paradies für Tier und Mensch Natürlich treibt dort der Borkenkäfer sein Unwesen, wachsen Moose und Flechten auf umgestürzten Bäumen und bröckelt loses Gestein. Seit 1988 sind beinahe 18 Hektar Wald auf der Parscher Seite des Gaisberges geschütztes Gebiet. Im Naturwaldreservat konnte sich im Laufe der Jahre ein wahres Paradies für Schmetterlinge und Vögel, Kleingetier und auch für die weniger erwünschten Gemsen bilden. Dem gesunden Fichten-Tannen-Buchen-Wald können die Borkenkäfer, die sich in den toten Bäumen eingenistet haben, nichts anhaben, denn die Natur reguliert hier alles selbst. 14 Baumarten wachsen in dem Gebiet, in dem der Mensch nur ganz selten eingreift. Kiefern haben sich im steinigen Gelände angesiedelt, Fichten und Tannen breiten sich auf dem üppigen Waldboden aus.  

Zwischen 860 und 1250 Meter Seehöhe liegt das Reservat, in dem sich mehr als 370 verschiedene Schmetterlingsarten tummeln und 44 Vogelarten ihre Heimat gefunden haben. Doch die Tiere sind im geschützten Gebiet keineswegs unter sich. Rund 700.000 Besucher jagen per Anno mit dem Auto auf den Gaisberg, viele von ihnen genießen die schöne Aussicht und wandern den gut ausgebauten Rundwanderweg, der direkt durch das Reservat führt, entlang. Zu ihnen gesellen sich auch jene 200.000 Gäste, die vom Fuße bis weit hinauf den Berg per pedes erklimmen, 60.000 quälen sich im Jahr mit dem bergtauglichen Rad die Anhöhe hinauf.

Die Salamander, Eichhörnchen und Brutvögel lassen sich jedoch von den Menschenmassen nicht beirren und suchen im Dickicht des Waldes Unterschlupf. Selbst der rare und menschenscheue Weißrückenspecht hat auf dem Gaisberg seine Zelte aufgeschlagen und auch Gemsen verirren sich immer wieder in das geschützte Gebiet. "Besonders die niederen Sträucher leiden unter dem Verbiss der Gemsen. Aus diesem Grunde sind kaum Buschbrüter hier am Gaisberg zu finden", erklärt Gerald Schlager, Forstrechtsexperte im Amt für Umweltschutz. Schlager kennt das Naturwaldreservat Gaisberg wie seine Westentasche und beobachtet die Gesundung des völlig unbearbeiteten Waldstreifens seit Beginn der Umweltschutz-Initiative.

 


Salzburger Nachrichten, 23.05.1997

Nachbarn sagen "Du, Herr Graf"

 ... Mit "großer Passion" ist Landolf Revertera Obmann der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg. Wie sich der Wald in den letzten sechs Jahren erholt hat, ist "schier unglaublich". Die Förderungsgelder fließen in "gerechtfertigter Großzügigkeit", sogar mit den Jägern "geht mittlerweile alles glatt".

 


ORF 2, 15.10. 1996

Schutzwaldsanierung am Gaisberg

Beitrag im Lokalfernsehen Salzburg heute

 


Österreichische Forstzeitung April 1994

Gaisberg - ein Symbol

... ein Beitrag von Obmann Johann Radauer, Ing. Manfred Mandler und DI Dr. Gerald Schlager

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Österreichische Forstzeitung Juni 1990

people-management in den Salzburger Stadtwäldern

Tagungsbeitrag zur Exkursion anlässlich der Österreichischen Forsttagung 1990 in Salzburg von Forstmeister  Dipl.-Ing. Ernst Pflugbeil

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Mitteilungen der Salzburger Landeskunde 1987, Bd. 127

Aktuelle Umweltprobleme am Gaisberg

... ein Beitrag von DI Dr. Gerald Schlager

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