... im
blickfeld der medien
Salzburger Nachrichten, 12.10.2010
Der Gaisbergwald wird jünger
Bilanz. Mehr als zwei Jahrzehnte nach der
Diskussion ums Waldsterben hat sich der
Salzburger Hausberg erholt. Es gibt aber auch
Probleme.
Trotz Sturmkatastrophen, Borkenkäferplage und
Wildverbiss: Die vor 20 Jahren gegründete
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg zieht eine
positive Bilanz. Das wurde am Montag bei
einer
Begehung und der Jahreshauptversammlung
deutlich.
Die Gemeinschaft der 80 Grundeigentümer um
Obmann Landolf Revertera sieht die
Schutzwaldsanierung auf einem guten Weg. 574
Hektar Waldpflegeflächen, 39.400 Erntefestmeter
Holzanfall und 722 Pflegeeingriffe lauten die
Eckdaten. „Das Kronendach war total geschlossen,
die Naturverjüngung ist ausgeblieben“, erinnert
der Geschäftsführer, Gaisbergförster Manfred
Mandler, an die Zustände Ende der Achtzigerjahre.
Die Durchforstung habe den Bäumen und dem
Waldboden mehr Luft und Licht verschafft. „Auf
mehr als 80 Prozent der Fläche wurden schon
Pflegemaßnahmen gesetzt. Dort ist die Verjüngung
fast flächendeckend.“ Dadurch sei der etwa
gleich groß gebliebene Wildbestand verträglicher
geworden, „früher war jeder Verbiss ein
Schaden“. Dennoch fordert der Förster von den
Jägern mehr Abschüsse: „Wo es Freiflächen gibt,
muss der Wildbestand vorübergehend reduziert
werden, weil wir in den Steillagen nichts
einzäunen können. Der Schneedruck macht jeden
Winter die Zäune kaputt.“ Vor allem
Verbissschäden durch die vom Nockstein kommenden
Gämsen machen Mandler Sorgen.

Der Wald war vor 20 Jahren überaltert.
Er hat sich stark verjüngt
Manfred Mandler, Förster
Die Stürme führten zu einem „kaum beherrschbaren
Borkenkäferbefall“ und einer extremen
Massenvermehrung („ein europaweites Problem“).
Deshalb habe es zum Kahlschlag auf
Bundesforste-Grund leider keine Alternative
gegeben. Heuer sei man allerdings gut
ausgestiegen, „ich hoffe, wir haben den
Borkenkäfer im Griff“.
Die Summe der von Stadt, Bund und Land
finanzierten Förderungen beziffert der
Geschäftsführer mit rund 600.000 Euro. Der
Anteil an Eigenleistungen der Waldbesitzer sei
im Jahr 2007 von zehn auf 40 Prozent angehoben
worden.

www.stadt-salzburg.at
Förderungsreferenten am Gaisberg
20
Jahre Waldpflegegemeinschaft Gaisberg!

Anlass genug für die forstlichen
Förderreferenten der Landesregierungen, der
Landwirtschaftskammern und des
Lebensministeriums
im
Rahmen ihrer diesjährigen Fachtagung dem
Schutzwald Gaisberg einen Besuch abzustatten, um
sich von der Konzeption und Umsetzung des
Waldsanierungsprojektes vor Ort zu informieren.
Bei
der trotz Regen und Nebel durchgeführten
Waldbegehung zeigten sich die 22 Teilnehmer
beeindruckt vom der im Jahr 1990 erfolgten
Gründung der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg und
dem damals noch völlig unkonventionellen Ansatz
für eine ergebnisorientierte, partnerschaftliche
Projektentwicklung durch die Forstbehörde und 80
Waldeigentümer. Insbesondere wurde der
Salzburger Kommunalpolitik für ihren damaligen
Weitblick Respekt gezollt, mit der Bestellung
des Gaisbergförsters die bestmöglichsten
Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Projektabwicklung zu schaffen. Der damals noch
unbekannte Begriff der Urbanen Forstwirtschaft
(Urban Forestry) wurde so frühzeitig
richtungweisend mit Leben erfüllt, um den
vielfältigen städtischen Waldfunktionen
(Schutzwald, Klima, Trinkwasser, Naturschutz)
und den Erholungsbedürfen einer Stadtbevölkerung
bestmöglich gerecht zu werden.
Landesforstdirektor Wilfried Luckel gratulierte
zum Projekterfolg.

Österreichische Forstzeitung
Juli 2010
Schutzwald: 20 Jahre Waldpflegegemeinschaft Gaisberg
... ein Beitrag von Obmann Ing. Landolf
Revertera, Ing.
Manfred Mandler und DI Dr. Gerald Schlager
Das Schutzwaldsanierungsprojekt im Osten der
Stadt Salzburg ist mit der Gründung eines Eigentümervereins und einer eigenen
Beförsterung seit 1990 ein Vorbild der Bergwaldbewirtschaftung unter schwierigen
natürlichen und gesellschaftlichen Umständen.
. zum Weiterlesen und zum
Downloaden


www.stadt-salzburg.at
68 Studenten der Universität für Bodenkultur zu
Besuch
Am
9.06.2010 besuchten 68 StudentIinnen der
Universität für Bodenkultur, Wien den Salzburger
Gaisberg um sich von Landesforstdirektor DI
Wilfried Luckel, DI Dr. Gerald Schlager und Ing.
Manfred Mandler das Modell der
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg und die
Umsetzung des im Jahr 1990 von der Forstbehörde
initiierten Schutzwaldsanierungsprojektes
Gaisberg erläutern zu lassen.
Die Vertreter des Institutes für Waldbau und die
ExkursionsteilnehmerInnen zeigten sich von der
vielfältigen Aufgabenstellung und den
partnerschaftlichen Lösungsansätzen
beeindruckt.

Österreichische
Forstzeitung Februar 2010
Stadtsiegel in Gold für
Revertera
Anlässlich seines
60. Geburtstages und seiner Verdienste um die
Waldpflege am Gaisberg. Für seine Verdienste um
die Waldpflege am Gaisberg wurde Ing. Landolf
Revertera kürzlich und als Präsent zu seinem 60.
Geburtstag hat Ing. Landolf Revertera vom
Salzburger Bürgermeister mit dem Stadtsiegel in
Gold ausgezeichnet. Revertera ist seit 1993
Obmann des 1991 gegründeten Vereines
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg.
Kurt Gadenz

Salzburger Nachrichten, 19.12.2009
Landolf Revertera
ausgezeichnet
Für seine
Verdienste um die Waldpflege am Gaisberg und als
Präsent zu seinem 60. Geburtstag hat Ing.
Landolf Revertera von Bgm. Heinz Schaden das
Stadtsiegel in Gold erhalten. Revertera ist seit
1993 Obmann des 1991 gegründeten Vereins
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg.

Informationszentrum der Stadt Salzburg,
18.12.2009
Eine Lanze für den Gaisberg - Stadtsiegel in
Gold für Landolf Revertera
Für seine Verdienste um
die Waldpflege am Gaisberg und als Präsent zu seinem soeben begangenen
60. Geburtstag überreichte heute Freitag, 18. Dez
ember, Bürgermeister
Heinz Schaden Ing. Landolf Revertera das Stadtsiegel in Gold. Revertera
hat 1993 als Obmann die Agenden des 1991 gegründeten Vereins
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg übernommen. Dieses Modell ist heute so
erfolgreich, dass es österreichweit Nachahmung gefunden hat und in der
Fachpresse wiederholt als gelungenes Beispiel einer modernen
Schutzwaldbewirtschaftung gelobt wird.
Durch seinen
besonnenen, ausgleichenden und sehr menschlichen Führungsstil ist es
Revertera gelungen, nach Schwierigkeiten in den ersten Jahren den
Vorstand neu zu motivieren und die Fortführung des
Schutzwald-Sanierungsprojekts Gaisberg sicherzustellen. Der Erfolg hat
ihm Recht gegeben: So hat der Bundesrechnungshof im Rahmen einer
österreichweiten Evaluierung von Schutzwald-Sanierungsprojekten
ausdrücklich die Konzeption und Transparenz des forstlichen
Fördermodells gewürdigt. Das ursprünglich bis 2010 konzipierte Projekt
wurde auf Anregung des Lebensministeriums bis 2020 verlängert.
„Wie der Gaisberg
ohne Waldpflegegemeinschaft aussähe, ist schwer zu sagen. Eigentlich
sind nur zwei Varianten realistisch: Entweder gäbe es weiterhin keine
Betreuung, oder zahlreiche Kahlschläge würden das geschlossene Bild des
Gaisbergs durchlöchern – beides Szenarien, die dem Naherholungsraum und
der Schutzwaldwirkung nicht entsprächen“, schreibt Manfred Mandler,
Gaisbergförster und Geschäftsführer der Waldpflegegemeinschaft Gaisberg.
Landolf Revertera
wurde am 16.Dezember 1949 in Grieskirchen geboren. Er besuchte die HTBLA
Ursprung und arbeitete von 1975 bis 1980 im Gut Hardegg in
Loosdorf/Niederösterreich. Seit 1980 verwaltet er das Gut Aigen. Er ist
Vorstandsmitglied der privaten Hilfsorganisation „Bauern helfen Bauern“
und seit 1975 mit der gebürtigen Finnin Outi Kirvellä verheiratet.

Salzburger
Nachrichten, 14.07.2006
Ein neuer Rundwanderweg
Anders als der Gaisberg-Rundweg, der wegen Lawinengefahr mitunter
nicht nutzbar ist, gilt die neue "Zistelrunde" als wintersicher. Geplant wurde
der Weg als Forstweg. Als solcher ist er nämlich auch für die Grundbesitzer nutzbar, was wiederum die Voraussetzung dafür war, ihre
Gründe in das Projekt einzubringen.
Die Landesforstdirektion erstellte die Pläne, die Baukosten trägt die Stadt. Der
Weg ist bereits für die
Spaziergänger mit Tischen und Bänken "möbliert", die über Sponsoring finanziert
wurden. "Weitere Sponsoren sind erwünscht", sagt der "Gaisberg-Koordinator" der
Stadt, Winfrid Herbst. Der Bau des Wegs oblag der
Elsbethener Firma Peter Steindl, die ökologische Bauaufsicht erfolgte durch die
Regioplan Salzburg. Noch ist der Weg der "Zistelrunde" nicht gänzlich in die
Landschaft "eingewachsen" - dafür ist ein Zeitraum von etwa einem Jahr
notwendig. Die weitere Pflege des Wegs erfolgt durch die Stadt und wird durch
den Verein "Rundweg Gaisberg" organisiert. Nächste Schritte sind - je nach
budgetären Möglichkeiten - der Ausbau des Büffelwegs und der naturnahe Rückbau
und Entbuschung des Gaisbergplateaus


www.stadt-salzburg.at
Schweizer
Forstverein auf Besuch
Die Arbeitsgemeinschaft Wald und
Wildtiere des Schweizer Forstvereins hat im Rahmen einer Studienreise am
3. Oktober 2005 das Schutzwaldsanierungsprojekt Gaisberg und den
Erholungswald Kapuzinerberg besichtigt. Die Exkursionsleitung lag bei
der Stadt, bei DI Dr. Gerald Schlager, Ing. Manfred Mandler (Gaisberg)
und Josef Brawisch (Kapuzinerberg).
Die Schweizer
Forstkollegen zeigten sich von den vielfältigen Problemstellungen, dem
waldbaulichen Modellansatz und der praktischen Umsetzung beeindruckt.
Insbesonders die Idee der Waldpflegegemeinschaft
Gaisberg als Trägerverein des
Schutzwaldsanierungsprojektes Gaisberg und die Entscheidung der
Stadtgemeinde Salzburg zur Beförsterung (Geschäftsführung durch den
Gaisbergförster) sicherzustellen wurde als beispielgebend bewertet.

Salzburg TV, 12. 10. 2004
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg
- eine Institution die den Gaisberg so aussehen lässt
wie er aussieht
Beitrag im Lokalfernsehen Salzburg TV

Österreichische Forstzeitung
Juli 2004
Gaisberg - ein stadtnahes Schutzwaldsanierungsprojekt
Das Schutzwaldprojekt Gaisberg läuft seit 14
Jahren. Eine Besonderheit ist, dass es eine eigene Beförsterung besitzt. ... ein Beitrag von MinR DI Christoph Majer,
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.
.. zum Weiterlesen und zum
Downloaden

www.nachhaltigkeit.at
Projekt der Woche 31/2004 - Waldpflegegemeinschaft
Gaisberg
Der Gaisberg hat seit jeher eine große Bedeutung
für die Stadt Salzburg. Bis ins späte 19. Jahrhundert hinein erfolgte die
städtische Trinkwasserversorgung ausschließlich aus den Gaisbergquellen, heute
noch werden die Stadteile Gnigl, Parsch und Aigen versorgt. Umfangreiche
Großkahlschläge veranlassten im Jahr 1870 die damalige k.u.k.
Bezirkshauptmannschaft zu einer Bannwaldlegung zum Schutze dieser
Trinkwasserqualität.
Mit dem Wachstum der Stadt Salzburg und dem Heranrücken der Siedlungsränder an
den Hangfuß des Gaisberges wurde jedoch auch die Bedeutung der Waldflächen als
Schutz vor Elementarereignissen deutlich. 1990 kam es - mit fachlicher
Unterstützung der Forstbehörde der Stadt Salzburg - zu einem Zusammenschluss
aller Waldeigentümer im "Verein Waldpflegegemeinschaft Gaisberg". Das
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, die Landesforstdirektion und
die Stadtgemeinde Salzburg erklärten sich zur Finanzierung des 20jährigen
Schutzwaldsanierungsprojektes bereit, die Stadtgemeinde Salzburg sicherte zudem
die personelle Beistellung eines eigenen "Gaisbergförsters" zu

Salzburger
Nachrichten, 23.04.2003
Verjüngungskur am Gaisberg
Ein Verein sorgt mit großem Erfolg für die
Verbesserung der Schutzfunktion des Waldes auf Salzburgs Hausberg.
Der
Gaisberg hat seit eh und je eine große Bedeutung für die Stadt Salzburg: Bis
ins späte 19. Jahrhundert hinein erfolgte die städtische Trinkwasserversorgung
ausschließlich aus den Gaisbergquellen. Und noch heute werden die Stadteile
Gnigl, Parsch und Aigen daraus versorgt.
Mit dem Wachstum der Stadt und dem Heranrücken der Siedlungsränder an den
Hangfuß des Gaisberges wurde auch die Schutzfunktion der Waldflächen deutlich.
Felsstürze, Hangrutschungen und Hochwasser waren und sind leider keine
Seltenheit - was die Überschwemmungen des vergangenen Jahres neuerlich bewiesen
haben.
Mit den in den 80er Jahren aufflammenden heftigen Diskussionen zur
"Waldsterbensproblematik" wurde deutlich, dass nur eine
dementsprechende Bewirtschaftung eine weitere Erhaltung dieser unersetzbaren
Waldwirkungen sicherstellen kann. So kam es im April 1990 zu einem
Zusammenschluss aller Waldeigentümer im "Verein Waldpflegegemeinschaft
Gaisberg". Ziel des Vereins ist nicht die künstliche Aufforstung, sondern
die natürliche Verjüngung des Gaisberges. Dass dieses Vorhaben Schritt für
Schritt erreicht wird, ist den fast 80 Besitzern des Gaisbergwaldes zu
verdanken.
Schutzprojekt läuft weitere sieben Jahre
Mehr als die Hälfte der 650 Hektar Waldpflegeflächen im Stadtgebiet haben die
Verjüngungskur bereits hinter sich: Die Altbestände wurden ausgelichtet, die
Durchwurzelung hat sich nach Durchforstungsmaßnahmen ebenfalls enorm
verbessert. Das Schutzprojekt, das noch sieben Jahre läuft, wird mit Fördergeldern
von Bund, Land und Stadt Salzburg finanziert. Gegen Naturereignisse ist der
Gaisberg bis heute nicht gefeit. Zur Information der Bürger findet am 29. April
ab 9 Uhr eine Exkursion zu den Hangrutschflächen des so beliebten Salzburger
Hausberges statt. Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst steht dabei Rede
und Antwort.

Salzburger
Nachrichten, 31.05.2002
Seit zwölf Jahren ist die Pflegegemeinschaft Gaisberg am Werk.
Dem Hausberg der Salzburger tut die Verjüngungskur sichtlich
gut.
"Hier
war 1990 kein einziges Pflanzerl", erklärt Gaisbergförster Manfred
Mandler den SN während einer Begehung des Salzburger Hausbergs. Bis zu den
Knien reichen Mandler die jungen Bäume, die neben der Gaisbergstraße üppig
wachsen und demonstrieren, dass das Schutzwaldprojekt zur Sanierung des
Gaisbergs Früchte trägt.
Nicht künstliche
Aufforstung sondern natürliche Verjüngung ist das Ziel. Dass es Schritt für
Schritt erreicht wird, ist den fast 80 Besitzern des Gaisbergwaldes im
Stadtgebiet zu verdanken. Sie schlossen sich 1990 zur Waldpflegegemeinschaft
zusammen.
Noch acht
Jahre läuft das Schutzwaldprojekt. Finanziert wird es mit Fördergeldern von
Bund, Land und Stadt Salzburg. Mandler, der von der Stadt bezahlt wird, hatte
anfangs gegen die Skepsis der Grundbesitzer anzukämpfen. "Die ersten fünf
Jahre waren hart." Heute möchte niemand mehr auf die Dienste des Gaisbergförsters
verzichten.
Die
Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Mehr als die Hälfte der 650 Hektar
Waldpflegeflächen im Stadtgebiet haben die Verjüngungskur hinter sich. Die
Altbestände wurden aufgelichtet, die Durchwurzelung hat sich nach
Durchforstungsmaßnahmen enorm verbessert und der Wald erfüllt wieder seine
Schutzfunktion.
Vielen
Salzburgern klingt noch der Aufschrei vom Ex-Umweltstadtrat Johannes Voggenhuber
(Bürgerliste) im Ohr: "Wald und Boden des Gaisbergs sterben", lautete
im Mai 1987 der Titel eines SN-Artikels. "Saurer als Zitronensaft" sei
der Boden auf weiten Teilen des Gaisbergs, warnte damals ein Biologe. Dass der
Gaisbergwald seine Schwammwirkung verloren hatte, zeigten die Überschwemmungen
1987 in Gnigl und Parsch und 1991 in Aigen.
Gegen
Naturereignisse ist der Gaisberg bis heute nicht gefeit, nur kann er ihnen weit
besser trotzen. Die eine Million Besucher, die im Jahr den Weg auf den Gaisberg
antreten, können dem Wald nichts anhaben. Auch wenn die meisten davon den
Gipfel mit dem Auto erobern.

Salzburger
Nachrichten, Stadtteile Journal, 08.04.2000
Nach
der Gründung der Pflegegemeinschaft vor zehn Jahren und Engagement des
Gaisbergförsters sieht man erste Ergebnisse!
Seit
zehn Jahren ist die Waldpflegegemeinschaft Gaisberg am Werk. 300 der insgesamt
650 Hektar Waldflächen im Stadtgebiet des Salzburger Hausberges haben die Verjüngungskur
schon hinter sich. Gaisbergförster Manfred Mandler gibt sich trotz der
sichtbaren Erfolge bescheiden: "Momentan bin ich mit dem Zustand des Waldes
zufrieden!".
Ein
Rechnungshofbericht ist voll des Lobes über die Effizienz des Salzburger
Modells: "Funktioniert sehr gut, für nachhaltige Erfolge ist
gesorgt". So hätten sich die Wildschäden schon allein durch die Nutzungen
im Wald und die damit verbesserte Äsungssituation stark verringert. Überraschenderweise
verjünge sich nun auch wieder die in den saueren Böden schon zum Sterben
verurteilte Tanne.
Alarm
im Gaisbergwald schlug 1986/87 Stadtrat Johannes Voggenhuber (Bürgerliste):
"Wir sind verblüfft, dass auf dem Gaisberg überhaupt noch Bäume
wachsen!" Die Schlagzeilen lauteten: "Wald und Boden des Gaisbergs
sterben - Saurer als Zitronensaft", "Bald kein gesunder Baum
mehr" und "Schutzfunktion verloren".
Die
Wende zum Besseren erfolgte am 26. April 1990 mit der Gründung der
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg. Ressortverantwortlich war inzwischen Vizebürgermeister
Josef Dechant (ÖVP). Als erster Obmann stellte sich Johann Radauer zur Verfügung,
seit sechs Jahren hat Landolf Revertera diese Funktion inne. Der WPG gehören
zur Zeit von 73 Grundbesitzern zwar nur 60 an, die aber zusammen 98 Prozent der
Waldflächen ihr eigen nennen.
Die Waldpflegearbeit wird im Rahmen eines Schutzwaldsanierungsprojektes mit
finanzieller Unterstützung von Bund (33%), Land (17%) und Stadt Salzburg (40%)
abgewickelt.
Die
freiwilligen Mitglieder des Vereins erhalten kostenlose fachliche Beratung,
Betreuung und Hilfestellung durch den Gaisbergförster, der seinen Dienst am 1.
März 1991 angetreten hat. Die Waldbesitzer haben Anspruch auf Gewährung der
dem Verein zugeteilten Förderungsgelder für die Waldsanierung. Als
Interessentenbeitrag haben sie zehn Prozent Eigenleistung zu erbringen. Das
Projekt mit Gesamtkosten von knapp 20 Mill. S ist auf 20 Jahre ausgelegt.
Dem
von der Stadt bezahlten Gaisbergförster Manfred Mandler obliegt neben der Geschäftsführung
der WPG eine Fülle von Aufgaben: Umsetzung des Bannwaldpflegekonzeptes, Aufbau
des EDV unterstützten Waldwirtschaftskonzeptes, Förderung des Ausbaues der
forstlichen Walderschließung, Konzentration des Holzverkaufs, Organisation von
Informationsveranstaltungen, gezielter Einsatz und Abrechnung von Förderungsmittel.
Derzeit
wird auf dem Kühberg und in Marbach an der Gemeindegrenze zu Elsbethen
praktiziert, wie das Aufarbeiten von Windwürfen mit sinnvoller Auflichtung des
Altbestandes Hand in Hand gehen kann. Am 2. Juni ist der Sturm mit
Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h in die Gaisberg-Wälder gefahren, am 26.
Dezember folgten "Nachwehen". Materialseilbahnen mit 700 m Länge
stehen im Einsatz, um die entwurzelten und gefällten Bäume talwärts zu befördern.
Das Verfahren ist kostenaufwendig. "Zum Verdienen gibt es nichts", weiß
der Gaisbergförster.

Salzburger Nachrichten, 18.07.1997
Wildnis am
Stadtrand
Naturwaldreservat
auf dem Gaisberg - Paradies für Tier und Mensch Natürlich treibt dort der
Borkenkäfer sein Unwesen, wachsen Moose und Flechten auf umgestürzten Bäumen
und bröckelt loses Gestein. Seit 1988 sind beinahe 18 Hektar Wald auf der
Parscher Seite des Gaisberges geschütztes Gebiet. Im Naturwaldreservat konnte
sich im Laufe der Jahre ein wahres Paradies für Schmetterlinge und Vögel,
Kleingetier und auch für die weniger erwünschten Gemsen bilden. Dem gesunden
Fichten-Tannen-Buchen-Wald können die Borkenkäfer, die sich in den toten Bäumen
eingenistet haben, nichts anhaben, denn die Natur reguliert hier alles selbst.
14 Baumarten wachsen in dem Gebiet, in dem der Mensch nur ganz selten eingreift.
Kiefern haben sich im steinigen Gelände angesiedelt, Fichten und Tannen breiten
sich auf dem üppigen Waldboden aus.
Zwischen
860 und 1250 Meter Seehöhe liegt das Reservat, in dem sich mehr als 370
verschiedene Schmetterlingsarten tummeln und 44 Vogelarten ihre Heimat gefunden
haben. Doch die Tiere sind im geschützten Gebiet keineswegs unter sich. Rund
700.000 Besucher jagen per Anno mit dem Auto auf den Gaisberg, viele von ihnen
genießen die schöne Aussicht und wandern den gut ausgebauten Rundwanderweg,
der direkt durch das Reservat führt, entlang. Zu ihnen gesellen sich auch jene
200.000 Gäste, die vom Fuße bis weit hinauf den Berg per pedes erklimmen,
60.000 quälen sich im Jahr mit dem bergtauglichen Rad die Anhöhe hinauf.
Die
Salamander, Eichhörnchen und Brutvögel lassen sich jedoch von den
Menschenmassen nicht beirren und suchen im Dickicht des Waldes Unterschlupf.
Selbst der rare und menschenscheue Weißrückenspecht hat auf dem Gaisberg seine
Zelte aufgeschlagen und auch Gemsen verirren sich immer wieder in das geschützte
Gebiet. "Besonders die niederen Sträucher leiden unter dem Verbiss der
Gemsen. Aus diesem Grunde sind kaum Buschbrüter hier am Gaisberg zu
finden", erklärt Gerald Schlager, Forstrechtsexperte im Amt für
Umweltschutz. Schlager kennt das Naturwaldreservat Gaisberg wie seine
Westentasche und beobachtet die Gesundung des völlig unbearbeiteten
Waldstreifens seit Beginn der Umweltschutz-Initiative.

Salzburger Nachrichten,
23.05.1997
Nachbarn sagen
"Du, Herr Graf"
...
Mit "großer Passion" ist Landolf Revertera Obmann der
Waldpflegegemeinschaft Gaisberg. Wie sich der Wald in den letzten sechs Jahren
erholt hat, ist "schier unglaublich". Die Förderungsgelder fließen
in "gerechtfertigter Großzügigkeit", sogar mit den Jägern
"geht mittlerweile alles glatt".

ORF 2,
15.10. 1996
Schutzwaldsanierung am Gaisberg
Beitrag im Lokalfernsehen Salzburg
heute

Österreichische Forstzeitung
April 1994
Gaisberg - ein Sympol
... ein Beitrag von Obmann Johann Radauer, Ing.
Manfred Mandler und DI Dr. Gerald Schlager
.. zum Weiterlesen und zum Downloaden

Österreichische Forstzeitung
Juni 1990
people-management in den Salzburger Stadtwäldern
Tagungsbeitrag zur Exkurison
anlässlich der Österreichischen Forsttagung 1990 in Salzburg von Forstmeister
Dipl.-Ing. Ernst Pflugbeil
.. zum Weiterlesen und zum Downloaden
